SPA003 Der Waschmaschinenplanet

Stanislaw Lem - Sterntagebücher

In der dritten Folge spreche ich mit Daniel über die "Sterntagebücher" von Stanis?aw Lem.
Dauer: 1:25:00
Mitwirkende:
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7 Gedanken zu „SPA003 Der Waschmaschinenplanet

  1. folky

    Danke für die tollen 2 vorhergehenden Folgen. Leider musste ich bei dieser Folge auf den normalen ogg-feed umstellen, weil die ogg-Datei, die per torrent kommen sollte, bei 0 Byte stehen blieb und mir den restlichen Podcast-Ladevorgang blockierte. Kann ja sein, dass das mit meiner etwas angestaubten Kombination podracer und btlaunchmany zusammenhängt, aber die funktionieren sonst sehr gut und ich benötige keine aufgeblähten GUI-Monster.

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    1. sthesing

      Danke für das Lob und auch danke für den Hinweis mit dem Torrent-Feed. Soweit ich das feststellen konnte, ist der Feed und das Torrent aber OK. Podracer habe ich vor längerer Zeit mal auf Debian getestet und hatte auch Probleme damit.
      Aber viel Spaß beim Hören, egal woher die Datei kommt 🙂

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  2. jEN

    Hochgradig interessant! Bin über die Hörsuppe auf diese Folge gestoßen und werde definitiv alle weiteren Episoden (vergangene sowie zukünftige) verfolgen.

    Meine Lektüre von Solaris liegt schon sehr weit in der Vergangenheit, aber ich meine mich zu erinnern, dass sich das Ende durchaus deutlich vom Hollywood-Film unterschied. Im Wikipedia-Artikel wird ja auch angeführt, dass Lem der US-Version nicht sehr positiv gewogen ist.

    Als weiteren Lem-Lesetipp in Tradition der Sterntagebücher würde ich “Der futurologische Kongreß” nennen – teils lustig, teils sehr tiefgehend, mit Ijon Tichy und einem Ende, das stark an mehrere Hollywood-Filme erinnert (würde ich sie nennen, wäre es ein heftiger Spoiler…).

    Freue mich auf weitere Folgen 🙂

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    1. sthesing

      Danke für das Lob und danke für den Lesetipp mit dem futurologischen Kongress. Den haben wir vor lauter Abschweifungen ganz vergessen zu erwähnen 😉

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  3. Loki

    Hab Spoiler Altert vor kurzem erst endeckt und freue mich total auf die nächsten Folgen! Ich danke euch beiden SEHR für euren Podcast, weil ich nämlich schon seit längerem nach genau so etwas suche!

    Zu dieser Folge zwei Anmerkungen: Die ständigen Vergleiche mit Adams kann ich nicht ganz nachvollziehen – natürlich ist beides astreine Ideen-SF und auch Satire. Aber Lem unterscheidet sich in Stil und Ton deutlich von Adams, ich würde den Stil auch nicht heiter nennen, sondern eher launisch und hemdsärmelig, oft sogar bitterböse zynisch.

    Dass Lem bereits in den 50ern so geschrieben hat, ist natürlich bemerkenswert, aber man darf nicht vergessen, dass es bereits seit den 30er Jahren SF als eigenes Genre gibt. Lem selbst hatte von diesem Genre – das maßgeblich von amerikanischen Autoren geprägt wurde – keine gute Meinung. Gerade die erwähnten Reisen, wo sich die klügsten Köpfe der Menschheit zusammentun, um die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, sind äußerst scharfzüngige Parodien auf die typisch westliche SF, in denen genau so etwas dauernd passiert. Lem macht sich geradezu genüßlich über die Arroganz und Naivität solcher Autoren lustig, die denken, den Weltraum könne man genauso erobern wie den Wilden Westen.

    Jedenfalls freue ich mich sehr über die Buchauswahl, die ihr bislang getroffen habt. Vielleicht habt ihr sie ja ohnehin schon auf dem Zettel, aber einige persönliche Empfehlungen/Wünsche meinerseits wären:

    – Die Illuminatus!-Trilogie (Robert A. Wilson) – Kultbuch der Hacker mit tausend popkulturellen Verweisen

    – H.P. Lovecraft – entweder einer seiner Romane (“Schatten über Innsmouth”) oder gleich der ganze Cthulu-Mythos

    – Donjon – vor Ideen überbordende französische Fantasy-Comic-Serie, teils parodistisch, teils aber auch sehr düster. Eine erfrischend andere Art von Fantasy, obwohl alle Klischees drin vorkommen – nur ganz anders eben. Bislang sind über 20 Zeichner an der Serie beteiligt gewesen, in teils sehr unterschiedlichen Stilen.

    In diesem Sinne: Macht weiter so!

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  4. Lichtecho

    Zum Thema Technik: Klar wirkt Stanislaw Lem zuweilen altmodisch, weil es eben keine SF von heute ist. Ich finde das aber immer sehr unterhaltsam, wenn Lem Begriffe wie “Atomofen” für den Raketenmotor benutzt und Tichy mit einem schweren Schraubenschlüssel hantiert, wenn die Roboter ihre Scharniere ölen müssen und die Computer “Elektronengehirne” heißen. Es gibt in dem Buch sogar eine Zeichnung: “Dampfroboter Ludwig XVI.”. Lem versucht erst gar nicht den Stand der Technik darzustellen, so wie es die Hollywood-SF macht, sondern schreibt zeitlose(!) Ideenromane. Man weiß, was gemeint ist und findet die Idee, dass sich ein Astronaut ein Omlett in einer schweren Pfanne brät einfach ästhetischer, als der septische, sterile Nahrungsreplikator von Star Trek. Der Idee der Geschichte tut das keinen Abbruch, im Gegenteil, es lenkt die Aufmerksamkeit weg von der Frage nach der technischen Plausibilität hin auf die Idee. Lem beschreibt die Technik sicher nicht so, wie sie ist, aber beschreibt sie so, wie sie aus ästhetischen Gründen sein sollte. Man nennt das auch Steampunk. Auf die Spitze treibt er dies in seinen sehr lesenswerten “Robotermärchen”.
    Was mir an den “Sterntagebüchern” auch sehr gefällt, ist die Konfrontation des Reisenden mit dem elementaren Wesen des Menschseins. Wenn er zum Beispiel bei der Einreise auf einem fremden Planeten vom Zollbeamten gefragt wird, ob er Sauger ist. Die Tatsache, dass wir Säugetiere sind, machen wir uns im Alltag ja selten bewusst. Tichy bejaht, worauf der Beamte jovial sagt: “Na dann, frohes saugen”. Ein anderes Beispiel ist, wenn Tichy beim Rat der Vereinten Planeten sich dafür entschuldigen muss, dass einst der Homo sapiens den Homo neanderthalensis ausgerottet hat. Ich meine über diese Ursünde machen wir uns selten Gedanken, die Außerirdischen sehen das aber anders.

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