SPA031 Doppelte Medialität von Panem

The Hunger Games (deutsch: Die Tribute von Panem) von Suzanne Collins

In der 31. Folge bespreche ich mit Daniel die Hunger Games-Reihe (auf deutsch: Die Tribute von Panem) von Suzanne Collins.
Dauer: 2:19:03
Mitwirkende:
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Band The Hunger Games Die Tirbute von Panem
1 Englisches Cover von Band 1 Cover der deutschen Ausgabe des ersten Bandes
The Hunger Games Tödliche Spiele
2 Deutsches Cover von Band 2 Englisches Cover von Band 2
Catching Fire Gefährliche Liebe
3 Englisches Cover des dritten Bandes Deutsches Cover von Band 3
Mockingjay Flammender Zorn

Shownotes:

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16 Gedanken zu „SPA031 Doppelte Medialität von Panem

  1. Christopher

    Eine sehr interessante Folge. Das erste mal, dass ich das Buch schon kannte und es schon davor richtig gerne mochte.
    Was ich bei Buchreihen, und besonders bei dieser immer sehr spannend finde ist, wie der Schluss gemacht ist.
    So endet z.B. die Krieg der Klone Triologie mitten im Leben von John Perry, ohne, dass ein Ausblick auf das restliche Leben von ihm geworfen wird.
    Bei Harry Potter kriegt man noch ein wenig mehr. Suzann Collins hat bei Panem den Sack aber richtig zu gemacht. Ohne zu spoilern kann man sagen, dass nach dem Ende nicht mehr viel mit Katniss kommen kann. Die Geschichte ist bis zum Ende erzählt, und sie hat es geschaft ein sehr melancholisches Nicht-Happy End zu machen. Es ist kein trauriges Ende, aber glücklich ist man auch nicht. Es ist eine sehr seltsame, interessant Stimmung, mit der Collins den Leser aus der Geschichte lässt.
    Ich finde das zwar einerseits schade, da ich gerne noch mehr Geschichten mit Katniss erlebt hätte, aber es ist sehr gut, wenn eine Autorin merkt, wann die Geschichte zu Ende ist.
    Eragon zum Beispiel hat sich selbst überlebt, meiner Meinung nach.

    Was zu der medialen Doppelung bei Panem hinzukommt ist das Bild was von Politik gezeichnet wird. Die Wandlung von Präsidentin Coin und was mit ihr schlussendlich geschieht sagt sehr viel über Revolutionen und deren Anführer aus. Das Motiv “Macht korrumpiert” (Was Coin mit Prim macht zum Beispiel) wird sehr groß gezeichnet.

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  3. David

    Zur abschließenden Diskussion über das “Verhalten der Mächtigen” gegenüber den Menschen in den Distrikten: Ich finde, einen wichtigen Anteil spielen da in der Geschichte immer wieder die Bürger des Kapitols, an denen sie an unterschiedlichen Stellen deutlich macht, dass die Bewohner des Kapitols – durch ihre individuelle und medial geprägte Weltsicht – keinen Bezug zu den Problemen der Menschen in den Distrikten haben und diesen mit massivem Unverständnis begegnen. Im ersten Band zeigt sich dies immer wieder an der Person der Spielleiterin, die sowohl bei der “Ernte” als auch auf der Reise ins Kapitol immer wieder markant gezeichnet wird. Besonders intensiv ist bei mit aber eine Szene aus dem (wenn ich mich richtig erinnere) zweiten Teil hängen geblieben, wo Katniss und Peeta auf eine Dinner-Party ins Kapitol eingeladen sind. Bis hin zu der zuspitzenden Stelle, an der Peeta ein Häppchen ablehnt, weil er schon so satt sei, und ein Bewohner des Kapitols ihm amüsiert eine Pille anbietet, von der er sich übergeben und dann munter weiter essen kann. Ein wundervoller “dann sollen sie halt Kuchen essen!” Moment.
    Danke wieder für 2 Stunden interessanter und anregender Unterhaltung euch beiden, ich persönlich habe die ersten beiden Bände regelrecht verschlungen und bin dann im dritten Teil bei einer der besagten Längen ausgestiegen, weil es mich überhaupt nicht mehr wirklich gepackt hatte. Aber ich denke, da werde ich jetzt mal der Empfehlung folgen und mich dem Rest auch noch widmen – Gott sei Dank ist ja grade Klausurenphase, da ist bekanntermaßen jede Ablenkung willkommen 😀

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  4. Martin

    Eine technische Bitte: Könntest Du bitte das erste Kapital auf den Episoden-Anfang legen und nicht erst ein paar Sekunden danach?

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    1. Stefan Artikelautor

      Hm… bei mir beginnt das erste Kapitel exakt mit “Hallo und herzlich willkommen…”.
      Welches Format hörst du, und was verwendest du zum Abspielen?

      LG Stefan

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      1. Martin

        «Hm… bei mir beginnt das erste Kapitel exakt mit “Hallo und herzlich willkommen…”.»

        Ja, aber das ist nicht der Episoden-Beginn, sondern erst nach rund 30 Sekunden … so muss man in Instacast zumindest immer erst vorspulen (oder vorspringen) um in die Kapitel-Auswahl zu gelangen.

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        1. Stefan Artikelautor

          Verstehe ich das richtig? Instacast zeigt vorhandene Kapitel erst an, nachdem es am ersten gesetzten Kapitel vorbeigekommen ist?

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  5. anne

    ich denke, ich habe dieses suchspiel gefunden, von dem ihr geredet habt. es nannte sich “wo ist sven” und fand im sommer 2012 bei kerner statt: http://www.sueddeutsche.de/medien/tv-experiment-wo-ist-sven-abgetaucht-kerner-schickt-reporter-zur-schnitzeljagd-1.986528
    könnt ihr ja in den shownotes ergänzen.
    ansonsten vielen dank für eine weitere sehr interessante folge, ich habe zwar die filme mit halbem auge gesehen und sie für ‘okay’ befunden, aber was da alles drinsteckt, blieb mir doch verborgen. stattdessen war ich noch während des hörens in der bibliothek und habew mir den ersten teil ausgeborgt! :)
    danke fürs lesenwollenmachen!

    liebe grüße
    anne

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  7. salutans

    Zunächst vielen Dank für diese Folge. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Ihr mich stundenlang fesseln könnt, wenn Ihr über Bücher sprecht, die ich selber gar nicht kenne (Andernfalls ist es natürlich noch interessanter Euch zuzuhören).
    Der Vollständigkeit halber sei hier ein weiterer Roman von Stephen King erwähnt, der Ähnlichkeiten mit diesem Stoff aufweist (Gladiatorenspiele von Jugendlichen in einem autoritären System):
    Todesmarsch (The Long Walk); hier müssen Jugendliche so lange laufen bis sie langsam werden oder zusammenbrechen, woraufhin sie erschossen werden; der Übriggebliebene wird reich belohnt.
    Dieses Motiv des Opferns junger Menschen, das ja auch in Drachen- und Ungeheuermythen auftaucht, wäre bei Gelegenenheit vielleicht etwas für den TrojaAlert.
    Grüße
    Salutans

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  8. Adrian

    Ich finde ein wenig Schade, dass ihr das Ende der Geschichte nicht genauer betrachtet habt. Für mich persönlich hat das Ende der Geschichte die Intention der ganzen drei Bücher ziemlich verändert. Christopher hat schon einige Punkte erwähnt.

    Ich hab das Ende so verstanden: Die Situation hat sich eigentlich kaum verändert, vorallem langfristig sehe ich als einzige Änderung, dass es einen neuen Machthaber gibt. Die Protagonisten, stehen schlechter da als zuvor und eigentlich sind sie absolut gescheitert. (Der Grund für die Spielteilnahme ist ja Prim zu schützen , was schliesslich misslingt)
    Für mich blieb der Nachgeschmack zurück “wehre dich nicht und ergib dich in dein Schicksal, du machst sonst alles nur noch schlimmer”, was wirklich deprimierend ist.

    Abgesehen davon, finde ich Buch 3 kaum lesenswert. Fand ich wirklich schlecht und wirklich mühsam, nicht zu vergleichen mit den ersten beiden. Ich hoffe sie können das in den letzten Filmen noch ein wenig korrigieren.

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  10. Erik

    Das war eine der ersten Folgen, wo ich beim Hören dachte: Mist, das ich das Buch nicht vorher gelesen habe! Die Story klingt superspannend, schade, dass ich nun schon weiß, wie das erste Buch ausgeht – aber ihr heißt ja nicht umsonst Spoiler Alert :)

    Die Idee von mörderischen Spiel- und Casting-Shows, die von einem Millionenpublikum verfolgt werden, ist schon relativ alt, man denke an Robert Sheckleys “Das Millionenspiel” (ein Spielshow-Kandidat muss vor einer Mörderbande fliehen, Zuschauer können ihm Tipps geben oder verraten) oder an Ray Bradburys “Fahrenheit 451” (vermeintliche Verbrecher werden von einem Roboterhund zu Tode gehetzt, während alle zusehen). Bei Bradbury kommt natürlich auch die mediale Ruhigstellung der Bevölkerung voll zum Ausdruck.

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  11. Ranthoron

    Ich habe gerade erst das Setting gehört, und mußte direkt an “Running Man” (das Buch von Stephen King, nicht der Film mit Schwarzenegger), “Todesmarsch” (selber Autor 😉 und Die Trueman-Show denken…

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