SPA039 – Fantastische Regeln

Dennis Blesinger - OMMYA

Nach über einem Jahr Sendepause spreche ich mit Daniel über OMMYA, ein Roman von Dennis "Don" Blesinger, mit dem ich auch schon zwei Spoiler Alert Folgen aufgenommen habe. Ein zertifizierter Geschichten-Nerd sozusagen. Und genau so liest sich OMMYA auch und ist somit perfektes Spoiler Alert-Material. Viel Spaß beim Hören und Lesen!
Dauer: 00:00
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10 Gedanken zu „SPA039 – Fantastische Regeln

  1. David

    Hey,

    freue mich riesig das ihr noch da seit. Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich mich gefreut habe als mein Podcatcher gerade eben eine neue Folge von euch anzeigte, erst wollte ich es gar nicht glauben.
    Jetzt höre ich die Folge erst mal und hoffe auf weitere.

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  2. Fiorell

    Oha, konsistente Zeitreise?
    Bei Doctor Who bin ich mit der Zeitreise immer sehr zufrieden, aber wahrscheinlich nur, weil ich nie darüber nachdenke – dafür bin ich insgesamt zu gefesselt von den Geschichten.
    Gab es nicht in “Harry Potter und der Gefangene von Azkaban” auch eine Zeitreise? Ich meine mich erinnern zu können, dass ich sie fürchterlich unlogisch fand.
    In “Hyperion” und “Endymion” gibt es ja sowohl die Zeitanomalien als auch später zeitreisende Hauptcharaktere. Dort ist es mir besonders positiv aufgefallen, dass nicht großartig versucht wird, Zeitreisen zu erklären, obwohl ich die Zeitreise als (vergleichsweise) sehr konsequent empfunden habe.

    Ein Gedanke kam mir noch, als ich über Zeitreisen nachdachte: Wenn die grauen Herren (heißen die so?) aus Momo und eine Zeitreisengeschichte zusammen kämen, könnte das eine sehr coole und nerdige (und komplizierte) Geschichte ergeben, oder? Möchte jemand das mal schreiben bitte? 😉

    Grüße,
    Fiorell

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  3. Dennis 'Don' Blesinger

    Moin!
    Erstmal vielen lieben Dank für die Folge!
    Und dann: Ja. Ich habe mich zwischenzeitlich weggekugelt und mich spätestens bei Alan Moore und Max Weber ernsthaft gefragt, wann denn die Kurve wieder Richtung Buch geht. 🙂
    Alles in allem sehr lustige Folge.
    Nochmals vielen Dank! 🙂
    LG, Don

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  4. Zwangsdemokrat

    Ich bin irgendwann in meiner Jugend beim Thema Zeitreise hängen geblieben und habe seitdem einige hundert Romane zum Thema gelesen. Die wenigen wirklich konsistenten Geschichten scheinen einen von zwei Lösungspfaden einzuschlagen:

    1. Wer in der Zeit reist, reist in Wirklichkeit in eine andere ähnliche Welt im Multiversum. Das ist zwar in sich schlüssig, fühlt sich aber einfach ein bisschen getrickst an, da so doch wieder alles möglich ist und Konsequenzen nicht thematisiert werden müssen.
    Eine nette Abenteuergeschichte nach diesem Muster ist zum Beispiel Michael Crichtons “Timeline”.

    2. Die von Daniel angesprochene Lösung: Wer Zeitreise vertritt, muss auch den Determinismus vertreten. Wenn man in die Vergangenheit reist, ist alles, was man dort getan hat, zur eigenen Gegenwart bereits geschehen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben den selben ontologischen Status und werden nur vom Subjekt als verschieden wahrgenommen.
    Mein absolutes Lieblingsbuch in dieser Richtung ist “The Time Traveler’s Wife” von Audrey Niffenegger (übrigens eine gute Freundin von Neil Gaiman). Die Geschichte ist vordergründig eine Romanze, die das Determinismus-Problem sehr genau kennt und den aufmerksamen Leser immer wieder belohnt.
    Auch Twelve Monkeys funktioniert auf diese Weise, ebenso der australische Film “The Infinite Man”, wobei letzterer so arg um Konsistenz bemüht ist, dass Spannung und Verständlichkeit ein wenig darunter leiden.

    Ich hoffe, ich konnte helfen. Freut mich sehr, dass ihr wieder da seid!

    Grüße,
    Jan

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  5. Dirk

    Schön mal wieder etwas von Euch zu hören. Für mich ist das Buch meistens zweitrangig, mich interessieren Eure Abschweifungen, Diskussionen und Überlegungen und das Buch ist für mich meistens eben nur der Aufhänger. Z.B. die Überlegungen dazu, ob es “Regeln” für Magie geben muss. Ich würde sagen, unbedingt. Das wichtige ist, Regeln zeigen Grenzen auf, an denen auch ein Magier oder Superheld scheitert. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass eine Geschichte interessant sein könnte, in der jemand grenzenlose Magie oder endlose Macht hat. Dann gibt es keinen Konflikt, kein Hindernis, das nicht (mit Leichtigkeit) überwunden werden kann; am Ende ist das Handeln des “Helden” für ihn selbst konsequenzenlos. Was ich aber auch wichtig finde, dass die Regeln klar definiert werden und diese nicht plötzlich aus heiterem Himmel kommen.

    Zeitreisen: Das Problem ist, Zeitreisen (in die Vergangenheit) gibt es nicht. Solche Zeitreisen führen zu Paradoxien. Und durch Einsteins Relativitätstheorie wissen wir auch, warum es physikalisch keine Zeitreisen (in die Vergangenheit) geben kann. In der Fiktion müssen diese Paradoxien deshalb entweder igrnoriert werden oder sie werden so dargestellt, dass man sie irgendwie hinnehmen kann oder man schafft einen geschickten Mechanismus der Zeitreise, der diese so einengt, dass auch die Paradoxien sehr stark eingeengt werden. Eine elegante Lösung ist in der Tat soetwas wie eine Zeitschleife zu bauen, wie in 12 Monkeys. Dadurch erscheint es nur, als ob wir in die Vergangenheit reisen könnten, aber in Wirklichkeit bewegt man sich immer nur in einer Schleife, in der alles bereits vorgegeben ist. Es gibt keine Freiheit, man kann nichts verändern und ist im ewig Gleichen gefangen. So würde ich zumindest die Welt von 12 Monkey verstehen.

    Eine andere sehr interessante Mechanik gibt es in 11.22.63 (ich kenne nur die Serie, nicht die King-Vorlage). Auch hier gibt es z.B. das Großvater-Paradoxon, aber das fällt einem nicht auf den ersten Blick auf und es gibt scheinbar Mechaniken, die einen daran hindern, z.B. seinen Großvater umzubringen. Die Mechanik, die Geschichte immer wieder zurückzusetzen, wenn man in die Vergangenheit reist, ist ein sehr schöner Trick, der z.B. verhindert, dass man sich als Zeitreisender selbst in der Vergangenheit begegnet.

    Leider war mir der “Twist” bzw. wie die Geschichte enden würde ziemlich schnell klar, aber das nur am Rande.

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  6. Ranthoron

    Endlich wieder ein Spoiler Alert!
    Und auch wenn euch die Anmoderation nicht mehr flüssig über die Lippen geht: ihr habt es noch drauf!
    Da ich keinen Kindle habe, habe ich direkt beim dotbooks-Verlag geordert und freue mich an leichter Unterhaltung 😀
    Und ich freue mich schon an eure Interpretation von Ben Aaronovitchs London-Serie – laßt uns nicht zu lange warten!

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  7. Christina

    Ihr habt mich mit dieser neuen Folge SEHR glücklich gemacht. Ich habe schon nicht mehr damit gerechnet und habe jetzt ausgesprochen gute Laune 🙂 Nun höre ich sie mir erstmal an, meiner Freude wollte ich nur unbedingt schon vorher Ausdruck verleihen. Schön, dass ihr noch da seid!

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  8. VanillaChief

    Schöne Folge, habe mir das Buch schon auf meinen Kindle geladen.
    Ich kann noch zwei Serien empfehlen, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren:
    Warehouse 13: Dort betreibt der Secret Service ein Lagerhaus in dem alle magischen oder mystischen Artefakte aufbewahrt werden, die es so gibt. Zum Beispiel der Spiegel aus Alice im Wonderland oder auch Excalibur. Hat einen schönen Steam-Punk-Stil.
    Die zweite Serie ist “The Librarians”. Dort geht es um eine Bibliothek wo alles magisches und mystisches aufbewahrt wird.

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  9. JamesVermont

    Wie?! Mit einem Bandscheibenvorfall kann man nicht podcasten?!
    😛
    Okay,
    keine blöden Witze mehr. Ich freue mich sehr, Euch wieder zu hören! Und mein Beileid zu dem Verlust :-/

    Auf die angekündigten Peter Grant – Bücher freue ich mich schon ganz Besonders, denn die habe ich regelrecht verschlungen!

    Bis bald;
    JamesVermont

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