SPA027 Geschichten schichten

Jasper Fforde - The Eyre Affair (deutsch: Der Fall Jane Eyre) aus der "Thursday Next" - Reihe

In der 27. Folge rede ich mit Daniel über die "Thursday Next" - Reihe von Jasper Fforde. Hierbei konzentrieren wir uns auf den ersten Band: "The Eyre Affair" (deutsch: "Der Fall Jane Eyre").
Dauer: 2:07:59
Mitwirkende:
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Shownotes:

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20 Gedanken zu „SPA027 Geschichten schichten

  1. BigMcintosh

    Heute mal relativ früh mein Kommentar quasi noch während des hörens weil mir was aufgefallen ist was ich gerade kurz schreiben wollte bevor ich es wieder vergesse.
    Es geht mir um eine Art erzählung wo ich gleich gedacht habe “Das kommt mir doch bekannt vor, das hatten wir doch erst letztens?
    Und zwar geht es mir um die erklärung der Strukturen mit den Specops. Da kommt es mir so vor als hättet ihr schon in einder der letzten Folgen eine erzählung gehabt in der richtung:
    es gbt x anzahl an spec ops nummer 1 ist internal affairs 2-x weiss man nicht genau was sie tun und ab da ist der rest wieder bekannt und die wichtigkeit stuft sich pro zahl herrab.
    Könnt ihr mir da kurz auf die Sprünge helfen welche Folge das war? Oder lieg ich da gerade komplett schief und hab das irgebdwo anders schonmal gehört?

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  2. Katrin

    Tolle Folge, dankeschön!!!

    Daniel macht in der Mitte nur einen kleinen Fehler, IMHO. Jurisfiktion ist keine SpecOps-Einheit, sondern vollständig in der Literatur selbst verankert. In den späteren Büchern kommt das noch besser raus, mit Humorpotential auf 11 😉

    Zu der Figur Acheron hatte ich mir eine andere Theorie entwickelt. Er war ein normaler Mensch, hatte aber wie Thursday gewisse Anfangsfähigkeiten mit der Fiktion zu interagieren. Durch Training und vor allem Bösartigkeit (liegt in der Familie, siehe spätere Bände) hat er das zu dem ausgebaut, was im 1. Band beschrieben wird. Vergleichbar vllt. mit Voldermort aus der Harry Power-Serie.

    Es gibt später auch einen Charakter, der aus ‘nem Buch in die reale Welt ausbricht und seine fiktionale Karriere auf… Äh… Höherem Niveau weiterzuführen. Er wird aber nicht mit Hades verglichen, darum bin ich skeptisch, ob letzterer fiktional sein soll. Oder sagt/schreibt Thursday irgendwo, dass Hades nie altert. Das wäre ein dolles Indiz für Daniels Theorie.

    Du hast aber recht, dass man nicht total in die Handlung gesaugt wird und das Buch nicht mehr weglegen kann. Irgendwie geht alles von sich aus schon so schnell, dass der Spannungsbogen nie so richtig verlockend wird. Die meisten Kapitel sind in sich ziemlich geschlossen. Vllt. würde das ganze auch als Sammlung von Kurzgeschichten funktionieren.

    Unabhängig davon hat mir an den Büchern total gefallen, dass die Kapitel immer mit Tagebuch- oder Enzyklopädieeinträgen der handelnden Personen, oder irgendwelchen fiktionalen Autoren, beginnen 😀

    Und um dem Sendungstitel noch gerechter zu werden: in Band 5 kommen noch 2 Versionen von Thursday ins Spiel, die aus Büchern stammen, die in Thursdays Welt über ihre Abenteuer aus Band 1-4 geschrieben werden. Eine davon wurde als “gets the job done, whatever it takes”-Agentin geschrieben, die andere als “let’s talk about it”-Gutmensch(in). Schön schräg!

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    1. Daniel

      Jurisfiction is not a part of SpecOps – as far as we know 😉
      Nee, Du hast ganz recht, da hab ich was durcheinander gebracht, Jurisfiction ist eine egenständige Organisation.

      Was Hades angeht: Kann man sich die Fähigkeiten, die er hat “antrainieren” (mind control, shape shifting, almost invulnerable)? Das erscheint mir unglaubwürdig (was im Zusammenhang mit dem Buch eine komische Sort Kritik ist. Aber bei Hades hatte ich sowas von: Ich will erklärt bekommen, waru der das kann, was er kann).

      Und ansonsten lese ich Deinen Kommentar als ziemlich deutliches Votum für: Weiterlesen!

      Danke für´s Hören und Kommentieren!

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  3. Pingback: Vorhersage Samstag, 03.08.2013 | die Hörsuppe

  4. Andreas

    Wow. Eben noch die Thursday-Next-Reihe zur Besprechung gewünscht und schon setzt Ihr das um. Und dann noch so unterhaltsam. Klasse. Vielen Dank!!

    Mir ging es beim Lesen eigentlich genau wie Daniel. Die Reihe hat eigentlich alle “Nerd-Zutaten”, die ein Lesevergnügen garantieren, aber es ist trotzdem kein “Page-Turner”, den man gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
    Wenn ich mich dann aber zum Lesen “aufgerafft” haben, war ich am Ende doch immer froh, es gelesen zu haben.
    Ich würde auch die Empfehlung: “Weiterlesen!” aussprechen. Es wird zunehmend besser. 🙂

    Und da Ihr so schön auf Leserwünsche eingeht, sage ich für die Zukunft nur zwei Worte: Artemis Fowl 🙂

    Antworten
    1. Andreas

      Tausche “Leserwünsche” gegen “Hörerwünsche”, dann gibt der Satz Sinn. 🙂
      Ein Podcast zum Hören, in dem es um Bücher zum Lesen geht – das ist zuviel für mich… 🙂

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      1. Daniel

        Na ja, es war tatsächlich Dein Kommentar (war der von Dir?), der mich dazu gebracht hat, das dritte Buch in die Hand zu nehmen (und dann zu merken, dass ich mich an Buch 1 & 2 einfach kaum noch erinnern konnte. Also hab ich von vorne angefangen und dann kann man es auch gleich im Spoiler Alert verbraten ;-)).

        Vielen Dank für´s Lesen des Blogs zum Podcast über Bücher…

        Antworten
        1. Andreas

          Ja, der Wunsch war von mir. Und wie ist die Tendenz? Liest Du weiter?
          Einen Blog lesen über einen Podcast zum Hören, in dem es um Bücher zum Lesen geht. Abgefahren. Hoffentlich erfinden die nie das Internet mit Geruchssinn. Sonst kollabiert mein Gehirn. 🙂

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  5. salutans

    Vielen Dank für diese wie immer sehr kurzweilige und unterhaltsame Sendung.

    Zwei kurze Anmerkungen:
    1. Jane Eyre (sprich: Dschein Ähr, siehe den Beitrag eines Vorredners) ist ein ganz wunderbares Buch. Das Ende ist für unsere Begriffe natürlich etwas abgenutzt. Aber erstens liegt das daran, dass der Roman bald zweihundert Jahre alt ist und Stoffe wie dieser unzählig oft durch Groschenromane und Rosamunde-Pilcher-Filme kontaminiert wurden, zweitens wurde im Roman des 19. Jahrhunderts immer darauf geachtet, dass am Ende alle bekommen was sie verdienen, daher kann es nur ein Happy End geben und drittens ist dieses Ende bei näherer Betrachtung und unter Berücksichtigung benannter literarischen und gesellschaftlichen Konventionen durchaus bemerkenswert. Die Machtposition der beiden Hauptfiguren hat sich in jeder Hinsicht vollständig gedreht. Es ist die Frau, Jane, die am Ende vermögend und körperlich überlegen ist und von deren Zuneigung der Mann vollständig abhängt.
    Davon abgesehen ist der Roman einfach spannend geschrieben, besonders der Beginn im Waisenhaus und die Episode um die irre Gattin Rochesters, die Elemente einer Gothic Novel trägt.
    Das als Ergänzung zu diesem völlig zurecht als Weltliteratur angesehenen Roman.
    2. Das Motiv des Eintauchens in die Welt eines Romans, der im England des 19. Jahrhunderts spielt erscheint ebenfalls in der Miniserie “Lost in Austen” bei der die Hauptfigur die Rolle mit Elizabeth Bennet aus “Stolz und Vorurteil” tauscht und bemüht ist, nach “Back to the Future”-Manier durch sie in der Romanhandlung angerichtetes Unheil wieder auszubügeln. Vielleicht ist dieser Wunsch in eine Romanwelt zu flüchten, der den meisten Viellesern nicht fremd sein dürfte, im britischen Kontext besonders gern epliziert worden. Wahrscheinlich ließen sich noch weitere Besipiele finden.

    Antworten
    1. Daniel

      Vielen Dank für´s Hören und für den ausführlichen Kommentar! Das mit der Aussprache wusste ich schlichtweg nicht (und hab´s zugegebenermaßen nicht noch mal geprüft).

      Deine Zusammenfassung von Jane Eyre ist erhellend, weil sie deutlich macht, dass manche Dinge, die einem heute in Büchern vielleicht selbstverständlich oder abgenutzt erscheinen eben damals entweder literarisch revolutionär oder im Geselllschaftsbild für die Zeit extrem fortschrittlich waren. Das geht einem als Leser im 21. Jahrhundert gerne mal verloren (als Trope heißt das dann übrigens “Seinfeld is unfunny”: http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/SeinfeldIsUnfunny).

      Und Lost in Austen klingt so, als ob es mir gefallen könnte…

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  6. Daniela

    Bisher war ich mehr ein Lurker. Da ich aber nunmehr entweder das von Euch jeweils besprochene Buch bereits gelesen und genossen hatte oder aber nach Euren Podcasts entweder Buch oder Hörbuch zu mir genommen habe möchte ich nun auch einen Eintrag hinterlassen.
    Erstens fühle ich mich mit meinem ansonsten hier in der Ecke der Republik doch recht begrinsten Literaturgeschmacks ( ” Sagmal, Du hast doch studiert, oder? Wieso liest Du denn SOWAS?”…um nur mal so die gängiste Reaktion zu vermitteln.) Richtig verstanden, seitdem ich weiß, dass es genug Leute gibt, die ähnliche Bücher lesen, um einen Podcast zu starten. Sich verstanden zu fühlen tut sooooooo gut.*g*
    Zweitens seid Ihr einfach bei den Besprechungen gut drauf, stellt die Inhalte gut nachvollziehbar dar, wie ich aus dem Vergleich als ” Konsumentin” einmal von Sachverhalten welche ich kenne und einmal von Sachverhalten, die ich noch nicht kannte und mit dann erlesen/erhört habe, beurteilen kann.
    Drittens habt Ihr eine gute Frequenz und die geneigte Hörerin muss nicht allzulange zwischen den Folgen darben.
    Viertens ist auch Trojaalert ein Brenner und
    Fünftens dürftet Ihr Euch ruhig öfter noch Leutchen zu Spoileralert einladen. ich finde das Konzept ultraspannend ( yay, Dan Simmons musste einfach erwähnt werden!)und hoffe das behaltet Ihr bei und findet genug Gäste und Gästinnen.
    Beste Grüße aus Bonn
    Daniela

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  7. Franzi

    Wieder mal eine gute Wahl und tolle Folge!
    Zum Chaos und dem Kritikpunkt, dass die Ideen von Fforde nicht immer ganz ausgegoren sind, ist mir eingefallen, dass das vielleicht der Unterschied zu Neil Gaiman ist. Der hat zwar auch immer extrem absurde, überraschende, krasse Ideen, aber bringt das doch relativ geordnet und logisch unter. Ich bin mir nicht sicher, wie belastbar diese These ist. Das ist aber auch für mich der Punkt, warum ich mit manchen Büchern von Fforde besser zurecht komme, als mit anderen. Z.B. First Among Sequels war für mich so so schlecht, dass ich in der Thursday-Next-Reihe erstmal nicht mehr weiterlesen wollte, bis ich vor ein paar Wochen den Tipp bekommen habe, dass die neueren Bände wieder besser werden.
    Ansonsten kann ich euch nur Shades of Grey (also das von Fforde 😉 ) empfehlen. Da habe ich mich durch mindestens die Hälfte gequält, habe nichts verstanden – aber dann! Das ist jeden gequälten Lesemoment wert.

    Zum Schluss nochmal vielen Dank für die Folge und viele Grüße
    Franzi

    Antworten
  8. Bernhard

    Hallo,

    Ich muss leider berichten dass alle eure Folgen bei meinem Podcatcher (Pocket Casts – V 4.3.5 für Android) Offline sind und das schon einiger Zeit,
    wäre es möglich dies zu fixxen, da ich eure Folgen immer sehr genossen habe

    Antworten
  9. ABMGW

    Hi,

    wenn euch Jasper Fforde so gut gefallen hat, dann muss ich euch umbedingt Matt Ruff nahe legen, besonders seine beiden ersten Bücher “Fool on the Hill” und “G.A.S.”

    Falls ihr die noch nciht gelesen habt (was ich kaum glauben kann), dann setzt sie doch auf euren Wunschzettel, ich würde die für euch kaufen (oder was anderes von Ruff… die sind alle gut).

    Antworten
  10. Holger

    Für mich ist die Reihe tatsächlich ein Page Turner (besser Durck-Klicker auf dem Ebook Reader) ich bin mittlerweile bei Buch 5 angelangt und habe im Ausland mit einigen Aufwand betrieben um die nächsten Bücher herunterladen zu können 😉

    Hauptschwäche ist im Grunde genommen, dass sich das – ich nenne es mal Wesen – von einigen HAndlungselementen über die Bücher verändert. Im ersten Buch etwa war die Bücherwelt sicherlich nicht von Fforde so ausgelegt, wie sie in späteren Büchern beschrieben wird. Da hat er die Idee zwischenzeitlich wesentlich weiter ausgebaut. Der impulsiv gekaufte Sportwagen im ersten Buch bleibt auch eher eine Episode für die Protagonistin, wenn später Ms Havisham Autorennen fährt ist Thursday Next dann kaum autobegeistert. Solche Detail-Mängel ziehen sich durch die gesamte Reihe.

    Dafür ist es eben alles schön absurd und so kommt man auch glänzend darüber hinweg das nicht alles 100%ig zusammenpasst. Am Anfang ist es eine Verbeugung vor den Klassikern der Englischen Literatur (und für mich nur in Begleitung der Wikipedia lesbar), später eher eine Remineszenz an Gullivers Reisen, zwischenzeitlich einfach nur Actiongeladener Abenteuerroman.

    Es gibt nur eine Sache, die ich Fforde wirklich vorwerfe: Zum ersten mal seit langem habe ich bis morgens um 3 gelesen, unfähig das Buch beiseite zu lesen (früher habe ich ja durchlesene Nächte wirklich besser weggesteckt).

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  11. Ranthoron

    2 Assotiationen zum Universum:
    – Der Krimkrieg geht anders aus: Anti-Eis von Stephen Baxter
    – “Stumme” Neanderthaler: Kinder der Erde von Jean M. Auel

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