014 Kleiner und großer Muggelmythos

Joanne K. Rowling - Harry Potter und der Stein der Weisen

In der 14. Folge spreche ich mit Daniel über den ersten Band von Joanne K. Rowlings Harry Potter Reihe. Wir spoilern natürlich trotzdem in die sechs anderen Bände hinein.
Dauer: 2:31:40

Mitwirkende:
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Harry Potter und der Stein der Weisen* Harry Potter and the Philosopher’s Stone* Harry Potter and the Sorcerer’s Stone*

Shownotes:

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23 Gedanken zu „014 Kleiner und großer Muggelmythos

  1. Andreas Abendroth

    Beim Hören der aktuellen Spoileralert-Podcast-Folge musste ich daran denken, wie ich zum Lesen dieses Buches kam. Der ganze Hype hatte mich bis dahin (2002) kalt gelassen – es ging für mich um ein Buch für Kinder, was mich nicht groß interessiert hat. Um diese Zeit stieß ich auch auf eine Seite, auf der Übersetzungsfehler der deutschen Ausgabe angeprangert wurden (Ich bin mir aber gerade nicht sicher, wie die zeitliche Einordnung ist.). Dann kam die Verfilmung des ersten Bandes heraus, die habe ich auch im Kino angeschaut und gedacht, dass das eine schöne Fantasy-Geschichte ist. Der Tropfen, der die Sache dann zum Überlaufen, sprich, mich zum Lesen des ersten und dann aller weiteren Bände, brachte, war, dass meine Schwester und ich in einer Buchhandlung dieses Buch im englischen Original gesehen und dann gekauft haben, weil wir dachten, es wäre am besten, wenn wir das Werk in der Ursprungssprache lesen würden. Und das hat sich dann auch als wahr herausgestellt, wir wurden beide sozusagen angefixt, haben kurz darauf dann die weiteren, schon erschienenen und dann bei Erscheinen alle anderen Bände auf Englisch gekauft und gelesen.
    Mir hat das Lesen der Harry-Potter-Bücher und später das Hören der Hörbücher mit Stephen Fry (kann ich jedem empfehlen) beim Lernen des Verstehens der englischen Sprache in Wort und Schrift ungemein geholfen – das würde ich auch jedem Empfehlen: Lest Bücher und hört Sachen (Hörbücher, Podcasts) in der Sprache, die ihr Erlernen wollt – das Verstehen wird ungemein erleichtert (Es hilft, wenn es Sachen sind, die einen sowieso interessieren.).
    Für mich sind die Harry-Potter-Bücher ein schönes Stück Fantasy.

    Antworten
  2. Mike R. (@zayc_)

    hmm, ist eine interessante folge, und als (noch)-nicht-leser des buches/der reihe klings recht interessant. aber ich hab ein problem, und villeicht könnt ihr mir ja helfen.

    ich habe im so ein bild vom “typischen magier” das so aussieht wie gandalf, merlin und co, bei denen die magie eine art enegie wie bei der “macht” gleicht. und die magier formen und steuern diese energie halt mit hren gedanken. sehr schön wird das zb in den büchern der “gilde der schwarzen magier” dagestellt. (wenn die bücher nicht bekannt sind, ein herr der ringe-beispiel: gandalf sagt relativ “gemüdlich” >saruman, dein stab ist zerbrochen< und genau das in dem moment passiert.)

    und dann gibts da so die art von zauberern wie die bei harry potter, die ihren stäbchen schwingen, paar worte sagen und fertig. ich weiss einfach nicht warum aber ich habe gegen diese "art" eine unglaubliche abneigung, evtl stammt das daher das genau diese mich an kindergebutstag/jahrmarkt schausteller erinnert, die ich einfach nur kindisch/langweilig finde.

    und ja, diese unterscheidung zwichen magier(die eine machtähnliche energie besitzen) und zauberer(diese, die mit ihrem stab rumwedeln/aufem kindergebutstag anzutreffen sind) extra.

    und nun des pudels kern: die story klingt wie anfangs schon gesagt recht interessant, aber ich glaube durch meine "abneigung" gegenüber dieser zauberer werde ich wohl nichtmal über die hälfte des ersten buches hinauskommen. und meine eigentliche frage: könnt ihr mir iwie bei dem problem helfen :D!?

    sorry das ich evtl etwas verwirrent geschieben hab, aber ich glaube man kann verstehen worauf ich hinaus will.
    mfg mike

    Antworten
    1. sthesing

      Lieber Mike,

      tja, dieser Typus Zauberer taucht schon sehr viel auf. Wenn man einfach nur von außen zuguckt (insbesondere in den ersten paar Bänden), sagt ein Zauberer oder eine Hexe einen (lateinischen) Zauberspruch, macht eine bestimmte Handbewegung mit dem Zauberstab und bringt den magischen Effekt hervor. Also genau das, was Du so verabscheust.

      Was Dir darüber hinweghelfen könnte, ist, dass je weiter man in die Reihe hineinliest immer mehr darüber versteht, wie Magie in dieser Welt funktioniert (schließlich spielt es ja größtenteils an einer Magie-Schule). Hier stellt man fest, das weder Zauberstab, noch die Worte zwingend nötig sind, um den entsprechenden magischen Effekt zu erzielen, sondern Werkzeuge sind, um die Magie, die ein Zauberer/eine Hexe in sich hat, effektiver einzusetzen. Es ist also eher eine Mischung aus den beiden von Dir beschriebenen Typen von Magie-Wirkern.

      Insbesondere aus der Rolle, die Zauberstäbe für Magie spielen, macht Rowling eine sehr interessante Geschichte, die sich über die gesamte Reihe hinweg spannt und zu der man in jedem Band ein weiteres Puzzleteil geliefert bekommt.

      Aber letztendlich sollen Bücher ja Spaß machen. Wenn die Geschichte Dir nicht genug Spaß macht, um den Nerv-Faktor mit dem Zauberstabgeschwinge auszugleichen, dann lass die Bücher einfach liegen und lies etwas anderes und hab Spaß. Und wenn die Story Dich so sehr packt, dass Du sogar über das alberne Zauberstabgeschwinge hinwegsehen kannst, weil Du wissen willst, wie es weiter geht, dann lies weiter und hab Spaß.

      Beste Grüße

      Stefan

      Antworten
      1. Mike R. (@zayc_)

        uhi so ne schnelle antwort, und das an nem sontag 😀
        also gut, ok, nachdem du mir das mit der magie in der reihe noch etwas näher gebracht hast , werde ich mir wohl mal von nem freund den ersten teil ausleihen und reinschauen. villeicht ist es ja dieser effekt wie bei der dunklen turm reihe. wo man durchs erste durch muss, aber dann nicht aufhören will. (bzw in meinem fall, vll muss ich einfach durchs erste buch durch um mich mim “stabswingen” 😉 anzufreunden).

        und wo wir von magie und zauberschulen sprechen, wie findest du/ihr denn die gilde der schwarzen magier bzw im original the black magician trilogy?

        Antworten
        1. Daniel

          Ich glaube, das problematische an der “Zauberstabschwingerei” ist, dass einem die Magie dann so handwerklich, technisch (die Engländer würden sagen, mundane) vorkommt – was alles Begriffe sind, die man eigentlich nicht mit Magie identifiziert (Abschweifung: Was ich an Star Wars Episode I mit am schlechtesten finde, ist diese Nummer mit den Mediklorianern – mir hat das die Faszination mit dem ganzen Macht-Ding geraubt, bzw. ich ziehe es vor, die Erklärung zu ignorieren… /Abschweifung).
          Und Stefan hat ganz recht, JKR hängt da irgendwie zwischen. Am Anfang sieht das alles relativ eindeutig aus, weiter hinten wird es durchaus weniger klar, wie genau die Dinge jetzt eigentlich funktionieren. Ersten Band leihen und mal probieren ist ne gute Idee, glaube ich!

          Die Gilde der schwarzen Magier kenne ich zumindest nicht. Worum geht´s denn (um eine Gilde schwarzer Magier, das ist mir auch klar)?

          Antworten
          1. Mike R. (@zayc_)

            hmm stimmt das könnte es sein, und oh ja das mit den mediklorianern fand auch einfach nur mist xD..
            ok als werde ich mir wohl den ersten teil mal leihen, wird aber noch was dauern, will als nächstes erstmal ulysses lesen x).

            zu die gilde der schwarzen magier: spielt halt in diesem typsichen fantasy/mittelalter setting, und es geht um das mädchen sonea. zu beginn findet die sog. jährliche säuberung statt, in der die magier im auftrage des königs, alle obdachlosen etz vor die stadtmauern in die “hüttenviertel” treiben. das seht halt so aus das die magier in einer reihe die stasse entlang marschieren, und die leute durch eine art “schutzschild” zurückdrängen. natürlich währen sich die obdachlosen mit steinen etz. allerdings prallen die von den schildern ab. bis auf einen, den stein den sonea wirft. und die magier wussten das es nur mit magie möglich ist den schild zu durchbrechen, ergo: das mädchen (sonea) muss eine magierin sein.
            und laut gesetzt ist es so das alle magier der gilde angehören müssen, oder ihre kräfte versiegeln lassen müssen, da unkontrollierte magie, zitat “die halbe stadt verstören könnte”. allerdings denk sonea, da sie halt einen magier mit dem stein am kopf verletzt hat, das die magier sie nun jagen um sie zu bestrafen.(allerdings wollen sie sie halt in die gilde aufnehmen).

            naja das ist so das worum im ersten teil geht, zu teil 2 und 3 kann man nicht soo viel sagen ohne zu spoilern, nur so viel: im 2ten ist sonea novizin in der gilde, wo dieses “schulthema” gemischt mit dem “klassenthema” aufkommt, denn sonea is mit klassenbeste, aber gleichzeitig kommt sie von der strasse, wodruch sie so niemand leiden kann. gegen ende gibts eine art duell zwichen sonea und ihrem rivalen (so ein potter-melfoy-ding).
            und der dritte teil. halt das finale der reihe, mit einigen twists etz wo ich echt nix spoilern will.

            achja und der titel is auch zumindest im deutschen etwas flasch: es müsste eigentlich “die gilde des schwarzen magiers” heissen, den in den ersten beiden bücher gibts nur einen schwarzmagier. das mit den schwarzen magiern ist interessanter weise in den ersten beiden büchern eher so “nebensächlich”, wobei es im dritten nurnoch darum geht.

            hoffe nicht wieder so verwirrend geschrieben xD..

            mfg mike

            achja: habe die reihe mehrmals auf deutsch sowie auf englisch gelesen, und kann auch die deutsche durchaus empfehlen! mir sind zumindest keine großen/wichtigen fehler aufgefallen.

  3. Jan

    Eine tolle Folge! Ich hab euch wieder gerne zugehört, danke dafür 🙂

    Ich hab euch deutlich angemerkt, wie oft ihr die Bücher schon gelesen habt, das hat besonders dem “Worum gehts?” Teil sehr gut getan. Das Beschränken auf den ersten Band hat gut geklappt, finde ich. Und die Reihe gibt ja auch so viel her, dass ihr trotz der Spoilerei in das “Worum gehts wirklich?” der nächsten Bände da nochmal eigene Folgen zu machen könnt. Ich zumindest würde mir eine Nachfolge-Folge zu Harry Potter von euch wünschen.

    Ich gehöre zu den Leuten, die die Reihe nur einmal gelesen haben (auf deutsch). Da habe ich beim “Worum gehts?” und euren Berichten, wie JKR bereits die komplette Storyline fertig hatte und die Hinweise regelmäßig einbaut, richtig Lust aufs Nochmal-Lesen oder Hören bekommen! Die werd ich mir mal auf Englisch besorgen…

    Das Highlight des “Worum gehts wirklich?” war für mich diese Unterscheidung zwischen dem kleinen und dem großen Monomythos. Der Bogen, den ihr über die 7 Bände geschlagen habt, klingt für mich schlüssig und die Bearbeitung der Identitäts-Thematik passt auch zu ihrem Ansatz, ein Buch für Jugendliche zu schreiben. Dass ihr den kleinen Monomythos im ersten Band so herausgearbeitet habt, hat mir gut gefallen und ist wohl dem Fakt zu verdanken, dass ihr euch auf den ersten Band beschränkt habt, statt die ganze Reihe zu besprechen. Ist eigentlich jeder der sieben Bände ein Monomythos? Kann ja eigentlich nicht sein, aber wie sind dann die anderen angelegt? Hmmm, ich bin schon auf die nächste HP-Folge gespannt =)

    Ist eine Herr der Ringe-Folge in Planung? Wenn das das einzige Buch ist, das ihr noch mehr gelesen habt als HP, dann wird der “Worum gehts?” Teil ja vielleicht genauso großartig. Der war hier richtig gut auf den Punkt gebracht.

    Und wie siehts mit einer Star Wars Folge aus? Da habt ihr ja schon soooo viel reingespoilert in den bisherigen Folgen, die ist eigentlich überfällig.

    Antworten
    1. sthesing

      Vielen Dank für das Lob, und schön das Du Lust bekommen hast, es nochmal zu lesen.
      Ob die Bände 2-7 jeweils auch einen kleinen Monomythos enthalten, müsste man mal in Ruhe durchdenken. Zumindest wird es schwer, einen klassischen Call To Adventure in diesen Bänden zu identifizieren. Andere Elemente lassen sich leichter finden.
      Langer Rede kurzer Sinn: Wir müssen wohl noch mehr Episoden dazu machen.

      Deine Frage, ob wir Folgen zum Herr der Ringe und zu Star Wars machen, kann ich mit einem klaren Jein beantworten 😉

      Antworten
  4. Gaya

    Eine schöne Folge, hoffentlich besprecht ihr auch noch die restlichen Bücher =)
    Ich habe Snape nie wirklich zu Harrys “Vaterpaket” gezählt, aber ihn als eine Art Stiefvater zu bezeichnen, passt wirklich perfekt. Dafür gehört Dumbledore seit dem letzten Band für mich nicht mehr zum Harrys Ersatzvätern, weil er ihn im Grunde genommen nur aufgezogen hat, um ihn später opfern zu können. “Wie ein Schwein für die Schlachtbank”, kommt mir da immer in den Sinn – nein, nach dem letzten Band ist mir Dumbledore überhaupt nicht mehr sympathisch.
    Dass JKR die Story von hinten geplant hat, macht auch Sinn. Das erklärt natürlich, warum es in den ersten Bänden schon viele Anspielungen auf die späteren Bände gibt. Sie hat ja selbst schon recht früh z.B. darauf hingewiesen, dass der zweite Band für die spätere Handlung noch einmal wichtig werden wird. Bei den Charakteren scheint es aber anders ausgesehen zu haben, da hat sie ja recht spontan noch den einen oder anderen über die Klinge springen lassen (Sirius …) oder eben auch nicht (Arthur Weasley).
    Wie gesagt, eine schöne Folge, bitte mehr davon, gerne auch mit zwei oder drei Potter-Büchern auf einmal 🙂

    Antworten
    1. sthesing

      Sei mit Dumbledore nicht so hart. Es stimmt schon, er hat gesehen, was geschehen muss, um Voldemort zu vernichten und hat Harry darauf vorbereitet, genau dies auch tun zu können. Aber zu keinem Zeitpunkt hat er Druck auf Harry ausgeübt.
      Im Gegenteil, im sechsten Band gibt es einen recht ausführlichen Dialog, in dem Dumbledore nichts anderes tut, als Harry klar zu machen, dass er nicht ein willenloser Spielball des Schicksals ist, sondern dass er entscheiden kann, die Rolle des Auserwählten anzunehmen, oder es sein zu lassen.
      Weiter ist sich Dumbledore recht sicher, dass die “Schlachtbank” zu der er Harry führt, nicht zum Tode Harrys führen wird.
      Und zuletzt kann man Dumbledore meines Erachtens zu Gute halten, dass er selbst ohne mit der Wimper zu zucken bereit ist, sein eigenes Leben zu opfern.

      Vielen Dank für’s Hören und für Dein Feedback.

      Antworten
      1. Gaya

        Ah, ich wusste doch, dass ich die Bücher noch mal lesen muss 😉 An den Dialog im sechsten Band kann ich mich gar nicht mehr erinnern, aber ich habe die letzten drei Bücher auch nur einmal gelesen und das ist schon eine Weile her.
        Okay, ich gebe Dumbledore noch ‘ne Chance, immerhin hat er nur das Beste für alle gewollt. Und du hast Recht, Dumbledore hat sich selbst auch geopfert, während Harry am Ende des siebten Bandes noch (oder wieder) lebte.
        Ich hab neulich auch bei TVTropes.org gelesen, dass Dumbledore als “Magnificient Bastard” eingeordnet wird. Und auf eine Stufe mit Petyr Baelish, Lord Vetinari oder Alfred Bester würde ich ihn nun wirklich nicht stellen … Dazu sind seine Ziele dann doch zu uneigennützig. (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/MagnificentBastard/Literature)

        Viele Grüße!

        Antworten
  5. Johannes

    Eine sehr gelungene Folge. Mir hat es sehr gut gefallen.

    Eure Interpretation war sehr durchdacht und absolut nachvollziehbar. Ich selbst habe die Harry Potter-Reihe nur als englische Hörbücher kennengelernt und finde, die Geschichte wird von Buch zu Buch besser. Ich denke, man sieht hier eine Entwicklung vom Kinderbuch hin zum Jugendbuch.

    Mich hätte noch interessiert, wie ihr die Gesellschaft der Zauberwelt seht. Ich bin da etwas hin und her gerissen. Zum einen halte ich das Gesellschaftsbild, das von der Zauberwelt gezeichnet wird, für rückständig (?). Vor allem im Berich der Kommunikation scheint die Welt der Zauberer und Hexen hinter der Welt der normalen Menschen zurückzustehen. Hauptkommunikationsmitel scheint ja wohl der Brief zu sein, selbst Zeitungen werden von Eulen geliefert. Auch macht es den Anschein, als würden die Schüler in Hogwarts keine Computer, Fernseher oder sonstige techniche Geräte (MP3-Spieler, CD-Player, o.ä.) benutzen. Auf der anderen Seite ist die Zauberwelt in Sachen Medizin weit überlegen und es gibt teilweise technische Geräte, die extrem fortschrittlich sind. Das gilt auch für das Thema Reisen. Auf einem Besenstiel durch die Gegend zu fliegen, erscheint mir eher nicht allzu komfortabel zu sein, das Apparieren hingegen ist natürlich eine tolle Sache. Vielleicht denke ich da aber auch nur in den falschen Kategorien und die Zauberwelt ist einfach anders.

    Zum Ende würde ich gerne noch einen Buchvorschlag machen, auch wenn eure Liste bestimmt schon überquillt:

    “Der Meister und Margarita” von Michail Bulgakow

    Ich denke, das Buch würde passen, weil man es auf jeden Fall mehrmals lesen muss und ein Spoilern der Geschichte der Faszination des Buchs keinen Abbruch tut.

    Auf jeden Fall: Vielen Dank für diesen tollen Podcast!

    Antworten
    1. Daniel

      Hallo Johannes,

      erst Mal vielen Dank für das Lob! Das freut uns immer.

      Ich würde Dir zustimmen, dass die Zaubererwelt in gewisser Weise rückständig ist, das aber m.E. eher auf sozialer Ebene. Es gibt – wenn auch nicht formal – im Prinzip so was wie eine Adels-Kaste (die Zauberer, die so viel Wert darauf legen, aus den “reinblütigen” Familien zu kommen und ja i.d.R. hoch angesehen und einflussreich sind) und wenig soziale Mobilität (reiche Familien sind und bleiben reich, arme Familen sind und bleiben arm).

      Was Magie und Technik angeht: Ich hab das im Prinzip immer als zwei sich gegenseitig ausschließende Prinzipien verstanden. Bei soviel Magie überall würde Dir Dein GPS-Smart-Phone in Hogwarts einfach durchdrehen 😉 Zumindest gibt es diese Idee in Büchern, die mit Paralleluniversen arbeiten: Je näher man den magischen Welten kommt, desto weniger funktioniert die Technik (z.B. in den “Prinzen von Amber” von Roger Zelazny oder in “Interworld” von Neil Gaiman (HAH!) und Michael Reaves). Und vielleicht ist das ja hier auch so? Ich bin aber überhaupt keine Ahnung, ob JKR das irgendwann mal beschreibt oder ob ich mir das ausgedacht (bzw. aus den anderen Büchern “übernommen”) habe.

      Die Bücherliste ist glücklicherweise digital abgelegt – da passt also immer noch was drauf 😉 Wenn Du möchtest, schreib doch noch ein zwei Sätze dazu, worum es dabei geht…

      Viel Spaß beim Hören!
      LG Daniel

      Antworten
      1. Johannes

        Hallo Daniel,

        vielen Dank für die ausführliche Antwort.

        Zu dem Buch der “Meister und Margarita” kurz ein paar Worte, die vielleicht Lust auf mehr machen:

        Das Buch enthält sowohl Element aus dem Bereich der Fiction, Sagenelemente und Satire, als auch realistische Darstellungen der russischen Gesellschaft zum Ende der 1920er Jahre.

        Die Handlung spielt – wie bereits ausgeführt – in Moskau Ende der 1920er Jahre. Zu dieser Zeit taucht dort ein Ausländer namens Voland auf, der behauptet, Professor für schwarze Magie zu sein. Zu seinen Begleitern gehört u.a. ein – ich glaube sprechender – Kater namens Behemot. Voland und seine Gehilfen sorgen in der Moskauer Gesellschaft für erheblichen Wirbel (Menschen verschwinden, kommen zu Tode, etc.).

        Der eigentliche “Titelheld” der Gesichte taucht erst relativ spät im Buch auf. Es handelt sich bei ihm um einen Schriftsteller, der Insasse einer Irrenanstalt ist. Dieser Schriftsteller wird nur “Meister” genannt, ein Kosename, den er von seiner Geliebten Margarita bekommen hat.

        Margarita gerät quasi in die Fänge des Ausländers Voland, der mit seinem Treiben eine ganz bestimmte Agenda verfolgt.

        Auf einer separaten Ebene wird der entscheidende Roman des Schriftstellers dargestellt. Dieser handelt von dem römsichen Prokurator Pontius Pilatus, der die Hinrichtung eines gewissen Jeshua han-Nasri durchführen soll.

        Am Ende des Buchs fügen sich alle Handlungstrände (Voland und sein Handeln, der Meister und Margarita, Handlung des Romans des Meisters) zusammen.

        Wie und auf welche Weise dies geschieht, liest man am Besten beim Autor selbst nach. Das Buch lebt von seiner Sprache, sodass meine kurze Übersicht das kaum nachzuzeichnen vermag.

        LG, Johannes

        Antworten
      2. nordlicht

        Moin erstmal,
        was Technik angeht lese ich das so, daß die Zauberer sie als mehr oder weniger erfolgreichen Ersatz für Magie ansehen und sich. da sie ja Magie nutzen können nicht weiter damit beschäftigen – is’ halt so ‘ne Muggle- Sache. Zu Hogwarts shreibt JKR irgendwo, daß es durch Magie geschützt wird, die verhindert daß Muggle es finden können und daß diese Magie auch technische Geräte stört, wenn ich mich nicht irre. Wenn also ein Muggle-geborener Schüler wirklich sein GPS-Smart-Phone mitbringt passiert genau das, was Daniel schreibt.
        L.G.,
        nordlicht

        Antworten
  6. Faldrian

    Auch wieder eine sehr schöne Folge. Eingestiegen bin ich bei diesem Podcast mit der Folge zu Song of Ice and Fire – sehr sehr großartig. 😀

    Ich höre diese Podcasts (genauso wie Troja Alert) immer zum Einschlafen – nicht, weil es so langweilig ist, sondern weil es mein Hirn beschäftigt, bevor die Aufmerksamkeit schwindet. Klar gibt es Tobys Einschlagen-Podcast, aber da möchte ich immer nichts verpassen und der ist so kurz.

    Bei euch kann ich mir sicher sein, dass mehrere Stunden feinste Buchbesprechung auf mich warten und ich dann einfach am nächsten Tag bis dahin vorspule, woran ich mich noch erinnern kann und dann dort weiterhören kann. Es rennt nicht weg. 🙂
    Außerdem habt ihr eine schön unaufgeregte, zufriedene Art, wie ihr euch mit den Büchern und dem “Worum geht’s wirklich?” auseinandersetzt.

    Schön weitermachen! 🙂

    Antworten
  7. Saahbi

    Würde mir das sooo gerne anhören, funktioniert aber nicht 🙁 Der Player reagiert einfach nicht wenn ich PLay drücke und beim Downloaden kommt dann auch die Meldung, das mein Laptop die Datei nicht abspielen kann. Habt ihr einen Tipp? Andere Podcast funktionieren nämlich alle…

    Antworten
    1. Stefan Beitragsautor

      Ja, der Player muckt leider grade. Aber dass der Download nicht klappt, wundert mich.
      Welches Format versuchst Du denn herunterzuladen?

      Antworten
  8. BigMcIntosh

    Würdet ihr sagen, dass in Harry Potter genug drinsteckt an versteckten dinngen, dass man sie jetzt nochmal lesen kann? Ich habe sie als Kind gelesen und bin quasi auch mit den Büchern gewachsen. so ungefähr Klasse 6 (2003) hab ich mit dem ersten angefangen, dann am Stück durchgelesen, hab dann auf teil 6 gewartet den ich mir in der Bibliothek vorbestelllt hatte um Zeitnah in der leseliste dran zu sein. Danach hab ich nochmal von vorn angefangen alle Bücher zu lesen bis zum sechsten, fand da allerdings schon 1 umd 2 ziemlich kindisch. Dann kam ne Pause bis Teil 7.
    Desswegen meine Frage ob es interessant ist jetzt einiger Zeit die Reihe nochmal komplet zu lesen, vielleicht auch weil man Dinge jetzt schon weiß und somit Situationen anders einordnen kann? Steckt da noch genug “worum gehts wirklich” drin, dass man die Reihe nochmal lesen will?

    Antworten
  9. Kirsikankukkian

    Tolle Folge! Harry Potter ist mein absolutes Lieblingsbuch. Habe jedes Buch mehrmals gelesen und hab jetzt wieder total Lust bekommen es noch mal zu tun !

    Ich bin eine von den Personen die von Harry Potter durch die Jugend begleitet wurde- Das erste Buch hab ich mit 12 gelesen und stets gehofft auch einen Brief zu bekommen 😉

    Die Folge war ein schöner Ausflug in meine Jugend. Danke

    Antworten
  10. Ranthoron

    Ich habe die deutsche Übersetzung im grunde abgeschrieben, als “Moleskin” als “Maulwurfsfell” übersetzt wurde. Das Zeug heißt verd* nochmal Moleskin, und man könnte es höchstens mit “Deutschleder” übersetzen. So wird Hagrid ja charakterlich vollkommen gegen den Strich gebürstet!

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