SPA018 Pfirsich außerhalb der Komfortzone

J.R.R. Tolkien - Der kleine Hobbit

In der 18. Folge spreche ich mit Daniel über Der kleine Hobbit von J.R.R. Tolkien. Das Buch braucht, denke ich, nicht viel Einführung. Hört also selbst! Viel Spaß!
Dauer: 2:30:23
Mitwirkende:
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Deutsche Ausgabe* Englische Ausgabe*
Cover der deutschen Ausgabe Cover der englischen Ausgabe

Shownotes:

Ohne Daniel gäbe es diese Folge nicht! Wenn Ihr ihm was Gutes tun wollt, klickt auf seinen Flattr this-Button oder kauft ihm Bücher!

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9 Gedanken zu „SPA018 Pfirsich außerhalb der Komfortzone

  1. Markus

    Ich würde Daniel ja gerne was von seinem Wunschzettel als kleines Dankeschön zukommen lassen. Allerdings müsste er bei Amazon seine Adresse hinterlegen, damit das auch mit dem Versand funktioniert.

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  2. TiE

    Ich habe in meinen 17 Lebensjahren tatsächlich noch nie in irgendeiner Form mit dem ‘Der Herr der Ringe’-Universum zu tun gehabt. Fantasy jeglicher Art und auch klassische Monomythen liegen weit außerhalb meines Interessenbereichs. Das einzige, das ich vor diesem Podcast über ‘Der Herr der Ringe’ wusste, war, dass es einen Gollum gibt.
    Also Stefan: Sieh dein Umfeld in Zukunft weniger absolut 😉

    LG TiE

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    1. Stefan Beitragsautor

      Hm… die Jugend als Faktor hab ich natürlich nicht bedacht.

      Du hast recht, ich kann mir durchaus vorstellen, dass man nerdigen Content wie diesen Podcast konsumiert, aber mit 17 den Herr der Ringe weder gelesen noch die Filme gesehen hat.

      Sieh es mir nach. Wenn Du so alt bist wie ich, also in 17 Jahren, wirst Du vermutlich den ein oder anderen Monomythos gelesen haben, ob Fantasy oder nicht 🙂

      Vielen Dank für den Hinweis und für das Feedback!

      Liebe Grüße

      Stefan

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  3. David

    Als “late listener” möchte ich 2 Dinge anmerken:
    Erstens glaube ich, dass die Diskrepanz im Erzählstil zwischen Hobbit und Herrn der Ringe nicht so sehr dadurch auftaucht, dass der Hobbit eher eine Kindergeschichte ist – vielleicht ist grade diese Interpretationsfolie der Grund dafür, dass ihr nicht übereinkommen könnt. Ich würde es viel mehr als Anzeichen dafür sehen, dass Tolkien seine Fantasiewelt hin zum Herrn der Ringe viel breiter aufstellt und ausdifferenziert. Wo es im Hobbit reicht zu erwähnen, dass jemand der Sohn eines alten Königs ist, ist die Geschichte im Herrn der Ringe schon viel ausdifferenzierter und werden in den Büchern ja auch seitenweise Stammbäume der Geschlechter mitgeliefert.
    Zweitens danke ich euch herzlich für den Podcast, der mich ein Stück mit dem Film versöhnt. Ich habe den Hobbit vor einigen Jahren selbst gelesen und war daher über einige Handlungsstränge im Film – wie eben detaillierte Geschichte mit dem Nekromanten und dem anderen Zauberer – sehr erstaunt und hatte das Gefühl, dass sich hier Stoff aus den Fingern gesogen wurde. Dank eurer Erläuterungen kann ich ihn jetzt aber viel mehr als Synthese aus dem Hobbit und den Anmerkungen in anderen Büchern, die ich nicht gelesen habe, begreifen. Was es abschließend für mich auch legitimiert, dieses eigentlich eher dünne Buch in 3 Teilen aufzuarbeiten.

    Antworten
    1. Stefan Beitragsautor

      Deine Erklärung für die Unterschiede im Erzählstil ist schlüssig. Allerdings waren weite Teile der Welt von Tolkien bereits detailliert ausgearbeitet, als er den Hobbit vollendet hat.
      An manchen Stellen merkt man das auch. Als er die Menschen beschreibt, die in der Region um Erebor leben (vor allem Bard, den Helden), lässt er ein paar kryptische Details über die Vorfahren dieser Menschen raus, die einen im Hobbit eher irritieren. Er macht im Hobbit selbst mit dieser Information auch nichts mehr, er greift sie nie wieder auf. Wenn man aber das Silmarillion liest und nachverfolgt von wann welche Texte aus dem Silmarillion stammen, sieht man, dass er zu dem Zeitpunkt bereits eine gesamte Historie dieses Menschengeschlechts ausgearbeitet hatte, die bis ins erste Zeitalter von Mittelerde zurückreicht.
      Ich halte also (hartnäckig wie ich bin) an meiner Einschätzung fest, dass Tolkien eine Kindergeschichte aus dieser Welt schreiben wollte, die Detailfülle klein halten wollte und das dann nicht geschafft hat, weil er von seiner eigenen detaillierten Vorarbeit überrollt worden ist und nicht widerstehen konnte, sie einzubauen.

      Trotz allem hast du recht, viel Detail hat er auch erst für den Herrn der Ringe erarbeitet und auch nochmal einiges verändert und neu konzipiert.

      Schön, dass dich der Podcast mit dem Film versöhnt hat. Mir ist auch erst während der Aufzeichnung klar geworden, dass dieser Film streng genommen keine Verfilmung des Hobbit ist, sondern eine in drei Filme gefasste Bearbeitung verschiedener Text von Tolkien, die in etwa gleichzeitig spielen.

      Vielen Dank für dein Feedback!

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  4. Loki

    Danke wieder mal für diese tolle Folge!

    Ich habe noch ein paar Gedanken zur Frage: Worum gehts wirklich?

    Ich glaube, eines der großen Metathemen sowohl im Hobbit als auch im HdR lautet: “Auch in kleinen Dingen kann Großes stecken.” Das bezieht sich natürlich vor allem auf die Hobbits, welche in beiden Geschichten das Zünglein an der Waage sind und letzlich das Schicksal der Welt entscheiden. Tolkien macht damit etwas sehr menschliches: Er setzt die Kleinen wieder in die Weltgeschichte ein und zeigt, dass nicht nur große Helden und Heerführer eine Berechtigung haben, denn die großen Helden machen eben auch große Fehler (Thorins Gier). Die Hobbits sind es auch immer wieder, die in all den Kriegen und Schlachten die Menschlichkeit bewahren.

    Dass Bilbo am Ende wieder zurück ins Auenland geht und seine Abenteurer-Karriere beendet, könnte man mit “Vergiss nicht, wo du herkommst” umschreiben: Bilbo hebt eben nicht ab, sondern ist zufrieden mit seinem alten Leben; ich finde, auch darin steckt eine gewisse Größe, die ihn von den “großen Helden”, für die sich alles immer nur um gewaltige Schätze, Siege und Königgreiche dreht, unterscheidet.

    Dass auch die vermeintlich Kleinen großes Potential besitzen können, ist natürlich eine schöne Botschaft für Kinder und Jugendliche, ist aber auch eine universelle Message für Erwachsene.

    Die Aussage “auch in kleinen Dingen kann Großes stecken” gilt natürlich auch für den Einen Ring: Man denke nur an die Stelle im HdR, wo Boromir sich wundert: “Ist es nicht ein seltsames Geschick, dass wir so viel Angst und Zweifel erdulden wegen eines so kleinen Dinges? So ein kleines Ding!”

    Letztlich kann gerade der Hobbit als eine Art Entwicklungsroman für Briten betrachtet werden, denn wie richtig erkannt sind die Hobbits eine – wie soll man sagen – “Hommage” an die Briten und spiegeln darin meiner Meinung nach auch einen gewissen liebevollen Stolz wieder, den Tolkien gegenüber seinen Landsleuten hegte.

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