SPA019 Superheld und Herrschaftswissen

Umberto Eco - Der Name der Rose

In der 19. Folge spreche ich mit Steffi vom Vorgedacht Podcast über Umberto Ecos Roman "Der Name der Rose", ein Buch, dass auf den ersten Blick als historischer Roman wie viele andere daher kommt, dass sich aber durch eine authentische Präsentation mittelalterlichen Denkens auszeichnet und in dem sich von Philosophie über Superhelden bis Hackerethik so ziemlich alles finden lässt.
Dauer: 2:45:11
Mitwirkende:
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Cover der deutschen AusgabeShownotes:

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3 Gedanken zu „SPA019 Superheld und Herrschaftswissen

  1. Daniel

    Sehr schöne Folge, vielen Dank!

    Was mir beim Hören wieder eingefallen ist, ist dass Eco ja neben Romanen und wissenschaftlichen Texten auch Glossen schreibt (wo nehmen diese Menschen eigentlich die Zeit her?). Dann ist es zumindest nicht unbedingt verwunderlich, dass er auch komische Sequenzen schreiben kann.
    Ansonsten hat es mich echt angefixt, bald die Sherlock Holmes-Folge anzugehen…

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  2. Zwangsdemokrat

    Sehr schöne Folge zu einem fantastischen Roman, die an vielen Stellen neue Blickwinkel eröffnet hat.

    Dennoch haben ein paar Sachen gefehlt, die meiner Meinung nach insbesondere für den philosophisch interessierten Zuhörer relativ elementar sind. William heißt zum Beispiel deshalb William, weil William von Ockham nicht nur – wie im Buch erwähnt wird – sein Lehrmeister, sondern mehr oder weniger mit ihm identisch ist. Die Biographien von Ockham und Baskerville weisen diverse Deckungen auf, bis hin zur Verbindung zu Michael von Cesena.

    Auch Okchams Philosophie, die ihr am Rande gestreift habt, kommt im Roman sehr stark zum Tragen. Wann immer William Aufschluss über seine Ideen und Denkweisen gibt, handelt es sich um reinblütige Ockham-Zusammenfassungen. Von den drei Arten der Supposition, über die von euch angerissene Zeichentheorie (Ding>Vorstellung>Laut>Schrift), bis zu dem, was wir heute als Occam’s Razor kennen (etwa “drücke nichts durch vieles aus, was sich auch durch weniger sagen lässt”), ist so ziemlich alles dabei, was der gute Ockham in ontologischen Belangen von sich gegeben hat.

    Das wollte ich nur anfügen, weil es mir im Bezug auf den Roman und seine Verbindung zur echten Welt wichtig erschien.

    Gruß,
    Niklas
    (“Philosophiestudent im Endstadium”)

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  3. Erik

    Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, aber leider kam kein Hinweis darauf, das Jorge von Burgos natürlich eine Anspielung auf Jorge Luis Borges ist, der selbst ein legendärer Bücherwurm war und dessen berühmteste Erzählung “Die Bibliothek von Babel” (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Bibliothek_von_Babel) auch die Bibliothek des Klosters inspirierte. Ach ja, und Borges war auch blind.

    Faszinierend finde ich an “Der Name der Rose” vor allem, dass er gleichzeitig ein Massenpublikum erreichte und wissenschaftlich stark diskutiert wurde – es ist immer große Kunst, Literatur zu schaffen, die man auf vielen Ebenen lesen kann und die für viele verschiedene Leser funktioniert.

    Ich habe den Roman damals so mit 15 Jahren gelesen und echt geglaubt, das Ganze basiere auf einer mittelalterlichen Handschrift, die Eco irgendwo gefunden hat :)

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